Trotz Covid-19: Primar rät Vorsorgetermine wahrzunehmen

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Ende Februar wurden die ersten Covid-19-Infektionen in Österreich bestätigt, eineinhalb Wochen später wurde auch aus Oberösterreich der erste Fall gemeldet. Besonders die Spitäler waren daraufhin gefordert rasch mit dem neuartigen SARS-COV2-Virus umgehen zu lernen. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Erkenntnissen über das Virus, wie Primar Christopher Lambers von der pneumologischen Abteilung des Ordensklinikum Linz Elisabethinen schildert.

Auch über mögliche Therapie- und Behandlungsmethoden weiß man heute mehr als noch im März. Zum Einsatz kommen im Ordensklinikum Linz neben dem Ebola-Medikament Remdesivir auch Cortison sowie konvaleszentes Plasma eines Patienten, der die Erkrankung bereits durchgemacht hat.

Primar rät weiterhin zur Vorsicht

Von Langzeitfolgen zu sprechen, sei derzeit noch verfrüht. Davon könne erst nach einem Jahr oder länger die Rede sein. Daher sieht der Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde keinen Anlass zur Entwarnung, im Gegenteil seien die aktuell steigenden Zahlen von infizierten bzw. hospitalisierten Personen ein Grund, weiterhin Vorsicht walten zu lassen und die entsprechenden Hygienevorschriften einzuhalten.

Besuchsregeln im Ordensklinikum Linz

Auch für Besucher gelten weiterhin besondere Regeln im Ordensklinikum Linz. Beim Eingang wird auf Mund-Nasen-Schutz und Händedesinfektion geachtet und auch eine Temperaturmessung wird durchgeführt. Wichtig ist zu beachten, dass vor dem Besuch bereits telefonisch ein Termin vereinbart werden muss. Zudem darf nur eine Person für eine Stunde täglich einen Patienten besuchen.

Um gut über die Herbst- und Wintermonate zu kommen und Co-Infektionen zu verhindern, rät der Mediziner zu bereits existierenden Impfungen gegen Influenza, Pertussis und Pneumokkoken.

Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Infektiöse Patienten werden im Krankenhaus räumlich von nicht-infektiösen Patienten getrennt, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Daher rät der Experte, unbedingt die Termine für Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen oder auch bei Akuterkrankungen den Weg ins Krankenhaus nicht zu scheuen.