Wärme-Wandler: Baubeginn noch 2026

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Linz gilt als Fernwärmehauptstadt Österreichs, rund 70% der Haushalte sind an das Fernwärmenetz angeschlossen. Bisher wurden 60% dieser Fernwärme durch Erdgas und 40% durch erneuerbare Energien gewonnen. Mit dem 2022 erstmals vorgestellten und geplanten Wärme-Wandler soll dieses Verhältnis in den kommenden Jahren umgedreht werden. Dabei wird die bisher ungenutzte Abluft aus den Kraftwerken genutzt und der darin enthaltene Wasserdampf rückgewonnen, um ihn in die Fernwärmeversorgung einzuspeisen.

Bisher gibt es nur zwei weitere Wärme-Wandler in Europa, in Hamburg und in Kopenhagen. Nach der intensiven Planungsphase soll ab Jahresende mit den Bauarbeiten an der komplexen Anlage im neubenannten „Energiepark Linz-Mitte“ begonnen werden.

Rund 200 Gigawattstunden Energie sollen mit dem Wärme-Wandler künftig erzeugt werden. Die Projektkosten belaufen sich auf mindestens 75 Mio Euro. 2029 soll der Wärmewandler in Betrieb gehen.