Herzrhythmusstörungen: Neue Technologie

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Das menschliche Herz schlägt in der Regel 60-90 mal pro Minute. Auslöser für den Herzschlag sind Stromimpulse im sogenannten Sinusknoten im rechten Vorhof, welche über spezielle Nervenbahnen weitergeleitet werden. Durch diese Impulse ziehen sich die Muskelzellen zusammen und dehnen sich anschließend wieder aus, wodurch der Pumpeffekt des Herzens entsteht.

Zu Herzrhythmusstörungen kommt es, wenn diese elektrischen Impulse im Sinusknoten nicht regelgerecht erfolgen oder gar von einer anderen Stelle als dem Sinusknoten ausgehen. Mit den bisherigen Verfahren zur Diagnose von Rhythmusstörungen war es nicht immer möglich, diese Stellen ausfindig zu machen.

Dank der neuesten Methode können nun auch Störungen an sehr versteckten Stellen im Herzen aufgespürt werden. Das 3D-Verfahren Rhythmia arbeitet mit einem neuartigen Katheter, an dessen Spitze sich 64 Elektroden befinden. Durch ihre große Zahl und ihre enge Anordnung ist es ihnen möglich, bis zu 30.000 Messpunkte in etwa 10 Minuten aufzunehmen und somit besonders präzise Informationen im Herzen zu sammeln. Die erfassten Daten werden anschließend auf einem Monitor dargestellt, wo anhand eines dreidimensionalen Mapping-Systems mit eindeutiger Farbcodierung die genaue Stelle des falschen Stromimpulses geortet werden kann.

Als spitzenmedizinisches Zentrum für die Herzgesundheit ist das Ordensklinikum Linz Elisabethinen das erste in Österreich, das diese neuartige Methode anwendet. Sie kommt seit Anfang des Jahres zum Einsatz.