Teledermatologie am Ordensklinikum Linz

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Neue Wege geht das Ordensklinikum Linz Elisabethinen im Bereich der Telemedizin. Die Technologie an sich kommt in oberösterreichischen Spitälern schon seit Jahren zum Einsatz. In Bereichen wie der Radiologie, der Pathologie oder bei sogenannten Tumorboards können Spezialisten über räumliche Distanzen hinweg Befunde der Patienten analysieren oder bei einem Konferenzgespräch gemeinsam beraten. In Kooperation mit der OÖ Gesundheitsholding macht das Ordensklinikum Linz Elisabethinen nun erstmals telemedizinische Versuche in der konkreten Echtzeit-Ferndiagnose von Hautkrankheiten.

Für das Kooperationsprojekt werden Patienten des Landeskrankenhaus Kirchdorf im Untersuchungsraum von einer Pflegekraft betreut, die die telefonische Verbindung mit einem Arzt der dermatologischen Abteilung am Ordensklinikum herstellt. Über Videotelefonie sprechen Arzt und Patient miteinander, die auffälligen Hautstellen werden mit einer kleinen Handkamera eingefangen.

Vorteile bietet diese Art der Telemedizin sowohl für die Patienten als auch für das Krankenhauspersonal. Die Patienten in ländlicheren Gegenden kommen so schneller zur Diagnose und können in ihrer Heimatumgebung bleiben. Die Ärzte können den Patienten unmittelbar sehen ohne dafür extra den Weg zu einem anderen Krankenhaus auf sich zu nehmen und deshalb im regulären Krankenhausbetrieb für diese Zeit auszufallen.

In den vergangenen zwei Monaten kam diese Methode der Diagnostik bei 10-12 Patienten zum Einsatz, die Übereinstimmungsrate der Ferndiagnose mit der persönlichen Diagnose liegt derzeit bei rund 85%.