192 Jahre Linzer Volksgarten

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Im Jahr 2019 feierte der Volksgarten sein 190-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden damals für eine Ausstellung Schautafeln gefertigt, die nun am Südeingang des Parks für interessierte Besucher zur Verfügung stehen.

1829 eröffnete Kaffehausbesitzer Bartholomeo Festorazzi den Volksgarten in Form eines Volksfests, eingezäunt und nur gegen Entgelt zu betreten. Freizeiteinrichtungen und ein Musikpavillon lockten damals die Gäste an. Keine 30 Jahre später, 1857, kaufe die Stadt das Gelände und erweiterte den nunmehr öffentlich zugänglichen Park durch den Zukauf angrenzender Grundstücke immer weiter. Im Laufe der Jahrzehnte erlebte der Volksgarten viele Umgestaltungen und Erneuerungen, der Volksgartensalon wurde nach zweimaligen Neubau 1869 und 1903 wiedereröffnet, wurde aber von einem Bombentreffer 1945 stark beschädigt und danach vollständig abgetragen.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts zog auch die Kunst im Volksgarten ein, mit Werken wie dem Stelzhamer-Denkmal, dem Brunnen „Freude am Schönen“ oder in jüngster Vergangenheit dem Denkmal zum „Ring der Nibelungen“ vor dem Linzer Musiktheater, welches 2013 eröffnet wurde.

In den vergangenen Jahren machte der Volksgarten vermehrt wegen Kriminalität und Vermüllung Schlagzeilen, weshalb seit kurzem auf verstärkte Polizeipräsenz gesetzt wird.

Mit 32.600 m² ist der Volksgarten nach wie vor die größte innerstädtische grüne Oase, mit wertvollem Baumbestand und bis zu 150 Jahre alten Bäumen.