Fortschritte in der Blutkrebs-Therapie

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Aktuelle Fortschritte in der Behandlung von Blutkrebs präsentierte das Ordensklinikum Linz Elisabethinen zum Weltkrebstag am 4. Februar. Seit Jahren zählt der Bereich der Hämato-Onkologie und hier insbesondere die Stammzelltherapie zu den Kernkompetenzen des Hauses. In den vergangenen 25 Jahren wurden hier 1200 Stammzelltransplantationen durchgeführt.

Neuartige zelluläre Immuntherapie

Nun wurde im Ordensklinikum Linz Elisabethinen im Rahmen einer Studie eine neuartige zelluläre Krebsimmuntherapie bei Blutkrebs durchgeführt, die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie. Dabei werden den Patienten sogenannte T-Zellen entnommen und diese im Labor so umprogrammiert, dass sie die Krebszellen an ihrer Oberflächenstruktur erkennen und befallen.

Bisher ist diese Methode ausschließlich bei einer bestimmten Art von Lymphdrüsenkrebs, dem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom, zugelassen, und zwar nur dann, wenn vorangegangene Therapien versagt haben. Im Rahmen der in Kürze ablaufenden Studie wurde nun die Wirksamkeit dieser Therapie bei einer anderen Form des Lymphdrüsenkrebs untersucht, dem follikulären Lymphom.

Erster Patient für diese Methode am Ordensklinikum

Der erste Patient, dem diese neuartige Therapiemethode im Ordensklinikum Linz Elisabethinen zuteil wurde, ist Walter Fischler aus Tirol. Er hat in seiner 15-jährigen Erkrankungsgeschichte bereits viele Therapien hinter sich und hat nach einem starken Krankheitsschub im Herbst dieser neuen Behandlungsmethode zugestimmt.

Derzeit kommt die CAR-T-Zelltherapie in Österreich bei rund 50 Patienten im Jahr zum Einsatz. Weitere Studien sollen zeigen ob sie künftig möglicherweise bereits zu einem früheren Zeitpunkt in der Therapie oder auch bei anderen Krebserkrankungen angewendet werden kann.